Der Wind nahm mir jede Illusion, dass in Island noch Sommer sein könnte.
Keine fünf Sekunden nach dem Verlassen des Flughafens war klar, dass T-Shirt und kurze Hose ein Fehler gewesen waren. Während in Deutschland noch angenehme Sommertemperaturen herrschten, begrüßte mich Island mit kalter Luft und kräftigen Böen. Also erst einmal anhalten, Jacke anziehen und tief durchatmen.
Ich war wieder da.
Mitten in der Nacht wartete bereits mein Zuhause für die kommenden Tage. Ein kleiner Camper, überraschend modern ausgestattet und trotz seiner kompakten Größe erstaunlich durchdacht. Kein Luxus, aber genau das Richtige für eine Reise, bei der das Ziel nie wichtiger sein sollte als der Weg.
Statt direkt schlafen zu gehen, führte mich die erste Fahrt nach Reykjavík. Am Stadtrand wanderte alles in den Einkaufswagen, was man für ein paar Tage unterwegs braucht: Wasser, Brot, Kaffee und ein paar Kleinigkeiten für zwischendurch.
Je weiter ich die Hauptstadt hinter mir ließ, desto leerer wurden die Straßen. Die Lichter verschwanden langsam im Rückspiegel, während vor mir nur noch die Ringstraße lag.
Eigentlich hätte ich irgendwo auf einem Campingplatz übernachten können.
Stattdessen fuhr ich einfach weiter.
Erst nach rund 200 Kilometern stellte ich den Motor am Straßenrand ab. Kein perfekter Stellplatz. Keine spektakuläre Aussicht. Einfach nur ein ruhiger Ort für die erste Nacht.
Ich kroch in den Camper, lauschte noch einen Moment dem Wind und wusste:
Morgen beginnt die Reise erst richtig.
Mit dabei
- Ort
- Keflavík, Reykjanesbær
- Reisezeit
- 7.–7. August 2025
- Temperatur
- 10–14 °C
- Regen
- 1 von 1 Tagen
- Wind
- Schwacher Wind
- Wetter
- 1 Regentag




