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Tag 4 – Wandern auf Le sentier du Littoral

Am vierten Tag zog es uns auf den „Le sentier du Littoral“ entlang der wilden Küste der Presqu’Île de Giens – und schon nach den ersten Metern war klar, warum dieser Weg zu den schönsten Küstenwanderungen Südfrankreichs zählt.

Das Mittelmeer zeigte sich in beinahe unwirklichen Farben: tiefblau in der Ferne, türkis schimmernd zwischen den Felsen und weiß aufschäumend dort, wo die Wellen gegen die schroffen Klippen schlugen. Eine kräftige Brise zog über die Halbinsel, ließ die knorrigen Pinien rauschen und verlieh der Landschaft etwas Raues, Ursprüngliches. Zwischen verdrehten Baumwurzeln und sonnengebleichten Pfaden öffneten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf kleine versteckte Buchten, zerklüftete Felsformationen und einsame Inseln am Horizont.

Besonders faszinierend war aber nicht nur die Küste selbst, sondern auch all die kleinen Details am Wegesrand. Im Wind wiegten sich die flauschigen Gräser der Dünenlandschaft, während zwischen rostigen Zäunen und mediterraner Vegetation ein schwarz-weiß gemusterter Falter Rast machte. Vor einem alten Natursteinhaus erwischte ich sogar eine Blaumeise im perfekten Moment des Abflugs – nur ein Wimpernschlag, eingefroren zwischen Himmel und Steinwand.

Und manchmal sind es gerade die kleinsten Begegnungen, die hängen bleiben: Eine winzige Springspinne mit schillernden Augen saß plötzlich auf dem Stoff meines Basecaps und musterte neugierig die Welt, als wolle sie selbst Teil dieser Reisegeschichte werden.

Diese Wanderung hatte einfach alles: wilde Natur, salzige Meeresluft, spektakuläre Farben und das Gefühl, für ein paar Stunden ganz weit weg vom Alltag zu sein.

🌡️ 24 °C

📏 8.84 km